| ... oder was Fahrkartenautomaten zwischenmenschlich anrichten können. Ich hab ne Bahncard, fahre also öfter mit dem Zug und kaufe meine Fahrkarten gern am Schalter. Das ist für mich wie im Tante-Emma-Laden.
Für dieses Flair soll ich also als treuer Bahnkunde zukünftig noch draufzahlen.
Außerdem stehen die Fahrkartenautomaten bei uns draußen, - ohne Überdachung. Nicht dass ich aus Zucker bin, aber ich mag die Gesellen nicht. Wegen einem von diesen sterilen Kameraden habe ich mir im letzten Jahr mal einen schönen Beziehungsstreit eingehandelt.
Meine damalige Freundin hatte in Berlin zu tun und kam dann mit dem Zug zu mir. Während der Autofahrt erzählte sie mir, dass der Automat im Berliner Hauptbahnhof ihr eine Fahrkarte für 1,00 EUR ausgedruckt hat, was ihr dann doch irgendwie spanisch vorkam. Also ging sie damit zum Schalter, wo man ihr erklärte, dass sie irgendwas nicht richtig eingegeben hätte, Abfahrtsort oder Fahrtziel oder was auch immer und verkaufte ihr eine neue Fahrkarte. Fälschlicherweise begann ich mich darüber auszulassen, wie bekloppt und benutzerunfreundlich diese Automaten doch sind. Der muss doch selbst wissen, wo er steht, also genügt doch das Fahrtziel, wenn nicht, muss doch ne Meldung kommen, dass ne Eingabe fehlt und wenn er letztenendes ne Fahrt für einen Euro ausspuckt, dann wäre das für mich ein amtliches Ticket, oder? Na da war ich aber Mode, - ich hätte ja damit fahren können und 40,00 EUR nachzahlen und überhaupt wüßte ich immer alles besser und wolle immer Recht haben.
Der Abend wurde dann nicht mehr so toll. © Christian Koch vom 03.09.2008, (2876 mal haben Leute dieses gelesen) Kommentar verfassen:
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